Der Mensch ist wie die meisten Lebewesen von Natur aus auf einen 24 StundenRhythmus eingestellt, auch auf einen Jahreszeitenrhythmus, schließlich auch auf einen Lebensrhythmus über Jahrzehnte. Der 24 StundenRhythmus dauert nicht genau 24 Stunden. Es gibt individuelle Schwankungen zwischen 22 und 26 Stunden.
Durch die Uhr werden wir auf den 24StundenRhythmus unseres täglichen Ablaufs justiert 8.00 Uhr Arbeitsbeginn. Die meisten biologischen Werte unseres Organismus unterliegen dem 24 StundenRhythmus. Der Blutdruck steigt morgens am höchsten an, schon in den letzten Schlafstunden beginnt der Blutdruck zu steigen. Mittags fällt der Blutdruck wieder etwas.
Gegen Nachmittag erfolgt ein erneuter Anstieg, jedoch nicht so sehr wie am Morgen. Ähnlich verhält es sich mit der Blutzuckerkurve. Auch die Körpertemperatur ist vom Biorhythmus abhängig. Die Einhaltung eines recht regelmäßigen, ja sturen Tagesablaufs ist gesund. Wir sollten möglichst immer zur gleichen Zeit aufstehen, zur gleichen Zeit ins Bett gehen, zur gleichen Zeit unsere Nahrung verzehren. Auch das Mittagstief ist uns einprogrammiert. Es ist zutiefst widernatürlich, dass wir das Mittagstief mit Kaffee aufputschen. Wer gesund leben möchte, sollte eine kleine Mittagsruhe einhalten, 10 Minuten bis eine halbe Stunde, möglichst immer genau um die gleiche Zeit. Schichtdienst, besonders Wechselschicht, bringt den inneren Biorhythmus durcheinander. Ein einzelner Nachtdienst führt zu messbaren Veränderungen, die noch bis zu 14 Tage nachweisbar bleiben.
Die eigene Tagesplanung auf den persönlichen Biorhythmus einzustellen, ist eines der wirksamsten Mittel, um innerlich ausgeglichen zu sein (bzw. zu werden) und eine hohe Leistungsbereitschaft aufbringen zu können. Der Biorhythmus dient dazu, Anspannung und Entspannung (hohe Leistungsbereitschaft und Erholungsphasen) aufeinander abzustimmen. Schreiben Sie typische Abläufe eines Tages auf, vom Erwachen bis zum Zubettgehen. Notieren Sie, zu welchen Tageszeiten Ihnen die Arbeit leichter bzw. schwerer fällt. Sie erhalten Hinweise, wie ihr persönlicher Biorhythmus schwingt. Die hohe Leistungsbereitschaft morgens, das Mittagstief und die wieder gesteigerte Leistungsbereitschaft am Nachmittag all dies sind nur Hinweise; es gibt individuelle Variationen. Lange eingeübte Gewohnheiten können den persönlichen Rhythmus umstellen. Jemand, der immer als Nachtwächter tätig ist, kann mit diesem umgestellten Rhythmus recht gesund leben. Was jedoch krank macht, ist der Wechsel, die ständige Abweichung vom Rhythmus (Schichtarbeiter, Stewardessen, Piloten usw.).